Die Reiseroute soll von Deutschland über Frankreich, Spanien, Marokko, Westsahara und Mauretanien bis in den Senegal führen. Nachdem es im Freundes- und Bekanntenkreis auch skeptische Stimmen gibt, prüfen wir auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes die aktuelle Sicherheitslage.
Frankreich:
“Nach den [terroristischen] Anschlägen in London vom 7. Juli 2005 wurde die [Terror-]Alarmstufe in Frankreich auf die zweithöchste Stufe “rot” angehoben… Es wird von Übernachtungen in Fahrzeugen auf Rastplätzen an französischen Autobahnen – insbesondere in der Nord-Süd-Richtung, Südfrankreich/Spanien – wegen Aktivitäten organisierter Banden dringend abgeraten.”
Spanien:
“Trotz erhöhter Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden können weitere islamistisch motivierte Anschläge nicht ausgeschlossen werden… In der Urlaubszeit kommt es gelegentlich zu Überfällen auf Touristen entlang der spanischen Autobahnen (insbesondere auf der A 7 zwischen der französisch-spanischen Grenzstation La Junquera und Barcelona).”
Marokko:
“In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Al-Qaida im Maghreb (AQM) sucht derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. Wirksame Gegenmaßnahmen gegen diese Terrorgruppe zeichnen sich nicht ab. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt.”
Westsahara:
“[Eine Fahrt] durch die Westsahara muss ausschließlich an der Küste bei Nouadhibou erfolgen. Wegen nicht kenntlicher Minenfelder ist das Verlassen der Strassen bzw. ausgefahrener Pisten lebensgefährlich, insbesondere bei der Durchquerung des ca. 4 km breiten verminten Streifen Niemandslandes in Grenznähe (Anfang Februar 2007 tödlicher Unfall französischer Touristen). Reisende mit eigenem Fahrzeug werden auf erhöhte Unfallgefahren hingewiesen, die von waghalsigen Überholmanövern, unbeleuchteten Fahrzeugen, Sandverwehungen sowie Strassen und Pisten überquerenden Kamelen, Eseln und Ziegen ausgehen.”
Mauretanien:
“Bei Reisen nach Mauretanien rät das Auswärtige Amt zu besonderer Vorsicht. Mit weiteren terroristischen Anschlägen – auch gegen Ausländer – muss in Nouakchott und im ganzen Land gerechnet werden. Es besteht ein hohes Entführungsrisiko. Al-Qaida im Maghreb (AQM) sucht derzeit gezielt nach Deutschen zum Zwecke der Entführung.”
Senegal:
“Senegal gehört zum Aktionsradius von Terrorgruppen. Es bestehen erhebliche Entführungsrisiken. Von Reisen in die Grenzgebiete zu Mauretanien und Mali wird dringend abgeraten. Übernachtungen im Freien, Fahrten im Dunkeln oder Einzelreisen sollten vermieden werden… Wie in vielen urbanen Zentren weltweit kann es in Dakar – nicht nur im Zentrum, sondern beispielsweise auch an den Stränden - sowie anderen Städten des Senegal zu kriminellen Übergriffen wie Taschendiebstählen kommen. Immer häufiger werden gewalttätige Überfälle registriert. Besucher sollten keine Wertsachen (Uhren, Ringe, Ketten) sichtbar mit sich tragen. Auf das Mitführen von Taschen sollte verzichtet werden.”
Aha, erste Zweifel machen sich breit. Die Veranstalter, mit diesen Statements konfrontiert, reagieren gelassen. “Wir machen diese Reise seit ein paar Jahren und uns ist noch nie was passiert!” Ach, na dann KANN ja gar nichts schief gehen!
Steffen