Die Idee

15. Februar 2009

Eines Tages, es muß Anfang 2009 gewesen sein.

Steffen zu Didi:

“Sag mal, hast Du schon mal von so einer Rallye gehört – wo man mit einem alten Auto nach Afrika und durch die Sahara fährt und das Auto bleibt dann unten, für einen guten Zweck, und mit dem Flugzeug gehts zurück nach Hause? Da gibts verschiedene Anbieter und einer davon ist sogar aus Würzburg. Das wäre doch mal was, endlich mal was Verrücktes machen! Und nach Afrika muß ich sowieso unbedingt mal wieder. Das Problem ist nur, wie bekommt man soviel Urlaub auf einmal? Aber Afrika! Didi, Afrika – mit dem Auto… Durch die Wüste! Kommst Du mit!?”

Didi:

“Klar!”

Steffen

Kontaktaufnahme

05. Mai 2009
Freizeitmarkt Würzburg

Freizeitmarkt Würzburg

Auf dem Freizeit- und Trekkingmarkt am Schenkentrum in Würzburg erfolgt die erste Kontaktaufnahme mit den Veranstaltern.

Ergebnis: Die Jungs – Florian aus Würzburg und Jörg aus Rheine – sind nette Zeitgenossen. Wir sind von der Idee überzeugt. Die Überlegungen und Planungen beginnen…

Steffen

Auswärtiges Amt

10. Mai 2009

Die Reiseroute soll von Deutschland über Frankreich, Spanien, Marokko, Westsahara und Mauretanien bis in den Senegal führen. Nachdem es im Freundes- und Bekanntenkreis auch skeptische Stimmen gibt, prüfen wir auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes die aktuelle Sicherheitslage.

Frankreich:

“Nach den [terroristischen] Anschlägen in London vom 7. Juli 2005 wurde die [Terror-]Alarmstufe in Frankreich auf die zweithöchste Stufe “rot” angehoben… Es wird von Übernachtungen in Fahrzeugen auf Rastplätzen an französischen Autobahnen – insbesondere in der Nord-Süd-Richtung, Südfrankreich/Spanien – wegen Aktivitäten organisierter Banden dringend abgeraten.”

Spanien:

“Trotz erhöhter Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden können weitere islamistisch motivierte Anschläge nicht ausgeschlossen werden… In der Urlaubszeit kommt es gelegentlich zu Überfällen auf Touristen entlang der spanischen Autobahnen (insbesondere auf der A 7 zwischen der französisch-spanischen Grenzstation La Junquera und Barcelona).”

Marokko:

“In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Al-Qaida im Maghreb (AQM) sucht derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. Wirksame Gegenmaßnahmen gegen diese Terrorgruppe zeichnen sich nicht ab. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt.”

Westsahara:

“[Eine Fahrt] durch die Westsahara muss ausschließlich an der Küste bei Nouadhibou erfolgen. Wegen nicht kenntlicher Minenfelder ist das Verlassen der Strassen bzw. ausgefahrener Pisten lebensgefährlich, insbesondere bei der Durchquerung des ca. 4 km breiten verminten Streifen Niemandslandes in Grenznähe (Anfang Februar 2007 tödlicher Unfall französischer Touristen). Reisende mit eigenem Fahrzeug werden auf erhöhte Unfallgefahren hingewiesen, die von waghalsigen Überholmanövern, unbeleuchteten Fahrzeugen, Sandverwehungen sowie Strassen und Pisten überquerenden Kamelen, Eseln und Ziegen ausgehen.”

Mauretanien:

“Bei Reisen nach Mauretanien rät das Auswärtige Amt zu besonderer Vorsicht. Mit weiteren terroristischen Anschlägen – auch gegen Ausländer – muss in Nouakchott und im ganzen Land gerechnet werden. Es besteht ein hohes Entführungsrisiko. Al-Qaida im Maghreb (AQM) sucht derzeit gezielt nach Deutschen zum Zwecke der Entführung.”

Senegal:

“Senegal gehört zum Aktionsradius von Terrorgruppen. Es bestehen erhebliche Entführungsrisiken. Von Reisen in die Grenzgebiete zu Mauretanien und Mali wird dringend abgeraten. Übernachtungen im Freien, Fahrten im Dunkeln oder Einzelreisen sollten vermieden werden… Wie in vielen urbanen Zentren weltweit kann es in Dakar – nicht nur im Zentrum, sondern beispielsweise auch an den Stränden -  sowie anderen Städten des Senegal zu kriminellen Übergriffen wie Taschendiebstählen kommen. Immer häufiger werden gewalttätige Überfälle registriert. Besucher sollten keine Wertsachen (Uhren, Ringe, Ketten) sichtbar mit sich tragen. Auf das Mitführen von Taschen sollte verzichtet werden.”

Aha, erste Zweifel machen sich breit. Die Veranstalter, mit diesen Statements konfrontiert, reagieren gelassen. “Wir machen diese Reise seit ein paar Jahren und uns ist noch nie was passiert!” Ach, na dann KANN ja gar nichts schief gehen!

Steffen

Abholung Rallyebolide

10. Oktober 2009

Nach einiger ergebnisloser Internetrecherche und diversen erfolglosen Besuchen dubioser Autoverchecker stimmen wir unter dem Einfluss mittelmäßiger Torschlußpanik schlußendlich dem Angebot von Jörg (dem Veranstalter) zu, einen 250er Diesel, Baujahr 1987, ungesehen zu kaufen. Der Händler, ein münsterländer Grieche, hat schon desöfteren Autos für die Rallye “besorgt”. Ich mache mich mit Zugfahrkarte und Nummernschildern bewaffnet auf, das Gefährt in die Südstaaten zu holen.

Abholung Rallyebolide

Abholung Rallyebolide

Der erste Eindruck (der Technik) ist gar nicht so schlecht. Bei näherer Betrachtung ist das Auto total “versifft”. Aber er läuft…

King Deal?

King Deal?

Die amerikanische Fleischklopsbraterei in Rheine ist meine letzte Rettung im Bezug auf “Input” und “Output” – wenn man versteht, was ich meine… Ich hoffe, wir haben mit unserem Gefährt tatsächlich einen “King Deal” gemacht!

Steffen

Der Babel-Rallye-Fisch

08. November 2009

Auf der Suche nach einer möglichst gefechtsmäßigen Beklebung für unseren Boliden haben wir uns entschieden, den Babelfish auf seine Reise entsprechend vorzubereiten.

Babelfish - Beduine

Entwurf I - Beduine

Babelfish - Crash

Entwurf II - Crash

Nach einigen mehr oder weniger gelungenen Versuchen (den „Crash-Fisch“ kann ich gerade noch verhindern – was wäre das für ein Omen?), „gewinnt“ schließlich nachstehender Entwurf das Rennen und wird in Ermangelung von Startnummern unser Auto zieren.

rallye-logo_race_blog

Babelfish Rallye-Logo

Steffen

Wir reisen grün!

03. Dezember 2009

Allen, die sich denken “Jetzt fahren die mit so nem schrottreifen Auto nach Afrika, anstatt die Dreckschleuder aus dem Verkehr zu ziehen!”, sei gesagt:

Wir tun was für die Umwelt! Immerhin bewahren wir ein erhaltungswürdiges Industrieprodukt vor der Vernichtung.

Für die Herstellung eines Autos, welches nach der Fertigstellung ungefähr 1 Tonne wiegt, werden etwa 25 Tonnen Material bewegt. Rohstoffe werden abgebaut, umgewandelt und transportiert. Das Fahrzeug wird in einer Fabrik gebaut, die Unmengen Energie verschlingt. Bei dieser Herstellung entsteht CO2 in einer Größenordnung von bis zu 20 % der Menge, die das Auto im Laufe seines Lebens durch seine Herstellung und den Verbrauch insgesamt verursacht! Übrigens berichten seriöse Quellen, daß bei der Herstellung eines Autos rund 200.000 Liter Wasser ver- bzw. gebraucht werden!!! Wozu also technisch völlig intakte Fahrzeuge mutwillig zerstören (neudeutsch: “abwracken”) und neue Autos bauen?

Unser Fahrzeug ist Baujahr 1987 und bereits damals hat man die – wenn man der momentanen Werbung der Fahrzeughersteller glauben mag – technische Meisterleistung fertig gebracht, ein Auto dieser Größe zu bauen, das nur 7-8 Liter Diesel auf 100 km verbraucht. Vergleicht das mal mit den Verbräuchen heutiger (”moderner”) Autos! Übrigens werden 95 % aller ausgestoßenen Feinstäube durch die Industrie verursacht und dem Autofahrer will man weißmachen, sein (altes?) Auto wäre die Umweltsau!

Somit tun wir nicht nur den Waisenkindern, die von dem Rallyeprojekt durch den Verkauf der Autos profitieren, einen Gefallen, sondern tun für unseren Planeten auch noch ein gutes Werk. Das Auto wird unter normalen Umständen in Afrika nochmal 10 bis 20 Jahre fahren und solange repariert werden, bis wirklich gar nichts mehr geht. Anschließend dienen die übrig gebliebenen Teile noch als Ersatzteile.

Und als wenn das nicht schon genug wäre, werden wir auch noch CO2-neutral reisen! Damit wäre diese neue Floskel auch verwendet… Wir verwenden auf der Reise nämlich statt 4-lagigem nur 3-lagiges Klopapier und retten hierdurch eine Menge Bäume vor dem Abholzen, die dadurch böses CO2 in kostbaren Sauerstoff umwandeln können!

Think ganzheitlich und nachhaltig! Think global!

Steffen

Schwarze Schafe

08. Dezember 2009

In der Ausgabe 01/10 der Zeitschrift OFF ROAD habe ich den nachstehenden Artikel gefunden. Hoffentlich sind wir nicht auch solchen Halunken auf den Leim gegangen…

Gefühlsmäßig aber nicht.

OFF ROAD, Ausgabe 01/10 vom 12.08.2009

OFF ROAD, Ausgabe 01/10 vom 12.08.

Steffen

Presse I – primaSonntag

16. Dezember 2009

Das Online-Magazin “primaSonntag” berichtet am 16.12. von der Dezemberrallye:

111

Artikel in "primaSonntag - online" vom 16.12.

Steffen

Freunde Afrikas e. V.

18. Dezember 2009

Dieser in Wiesbaden ansässige Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, direkt und vor Ort den Menschen in Afrika zu helfen. Aufmerksam geworden bin ich auf die Arbeit von Michael Schickel beim surfen im Internet auf der Suche nach Informationen über Guinea. Wie einige vielleicht wissen, habe ich als Kind mit meinen Eltern einige Zeit in Guinea gelebt, wo mein Vater als Entwicklungshelfer tätig war. Daher besteht noch immer eine gewisse Verbundenheit zu diesem Land. Beeindruckt hat mich, daß für 25 Euro ein Kind EIN JAHR lang eine Schule besuchen kann. Da in diesem von schlimmer Korruption und Armut gebeuteltem Land von offizieller Stelle in nächster Zukunft keine Verbesserungen zu erwarten sind bin ich überzeugt, daß solche von privater Seite initiierten Schulprojekte die einzige Chance sind, Kindern und damit diesem Land eine Zukunft zu geben.

Durch entsprechende Aufkleber auf unserem Auto wollen wir die Bekanntheit des Vereins erhöhen und damit seine Arbeit unterstützen.

www.freunde-afrikas.de

Hier kann man sich den aktuellen Flyer der Freunde Afrikas herunterladen:

freunde_afrikas_faltblatt_01-02

freunde_afrikas_faltblatt_02-02

Steffen

Presse II – Hallo! Maintal

19. Dezember 2009

Das Lokalblatt “Hallo! Maintal” berichtet am 19.12. in der Ausgabe 13/2009 über unser Vorhaben:

Artikel in "Hallo! Maintal" vom 19.12.

Artikel in "Hallo! Maintal" vom 19.12.

Steffen