Archiv für die Kategorie ‘Auto’

Fahrerlager 2009 / 2010

Dienstag, 26. Januar 2010

Es wird höchste Zeit, zumindest im Nachgang einmal das Fahrerlager der Dezember-Rallye 2009 vorzustellen. Insgesamt waren wir 36 Teilnehmer in 19 Autos.

Unsere Fahrzeugflotte hatte insgesamt eine Laufleistung von sage und schreibe 6.815.000 km! Also 170 mal die Erde umrundet… :-)

Im Einzelnen (Sortierung zufällig, die Kommentare zu den Preisen erklären sich weiter unten) waren dabei:

Florian

Mercedes-Benz 190, 2.0 D
Baujahr 1988
200.000 km
Schäden: Endtopf verloren
erzielter Preis: 1.025 EUR (weißer 190er-Diesel oder Veranstalterbonus?)

Florian

Florian

Michael

Mercedes-Benz 124, 200 D
Baujahr 1986
440.000 km
Schäden: beide Stoßdämpfer-Domlager vorn, Steuerhebel Niveauregulierung defekt, 1 Vorderachs-Stossdämpfer
erzielter Preis: 625 EUR (Aussage des Käufers: “Du hast schon bessere Autos gebracht!” :-) )

Michael

Michael

Eugen und Henry

Opel Kadett Combo, 1.3 S
Baujahr 1986
130.000 km
Schäden: kapitaler Steinschlag in der Windschutzscheibe
erzielter Preis: 350 EUR (wahrscheinlich für die komplette Küche im Laderaum… )

Eugen und Henry

Eugen und Henry

Ati und Christian, “Team Eifel”

Mercedes-Benz 124, 250 D
Baujahr 1988
450.000 km
Schäden: 2 Reifen, 1 Felge, Auspufftopf weggerissen, Steinschlag im Scheinwerferglas, Lichtmaschienenregler defekt
erzielter Preis: 900 EUR (zwar Kombi und rot, dafür aber ganz dekadent mit Klimaanlage!)

Ati und Christian

Ati und Christian

Alex und Jürgen, “Team Allgäu Pirates”

Mercedes-Benz 190, 2.0
Baujahr 1989
257.000 km
Schäden: 2 Hinterreifen, Heckstossfänger weggerissen
erzielter Preis: 575 EUR (der höchste erzielte Preis für einen Benziner!)

Jürgen und XXX

Jürgen und Alex

Jens und Winfried

Mercedes-Benz 124, 300 D
Baujahr 1987
324.000 km
Schäden: keine
erzielter Preis: 600 EUR

XXX

Jens und Winfried

Thomas und Ludger

Mercedes-Benz 124, 200 D
Baujahr 1988
470.000 km
Schäden: keine
erzielter Preis: 750 EUR

XXX

Thomas und Ludger

Guido und Thomas, “Team Lokari / ClimAir”

Mercedes-Benz 190, 2.0 D
Baujahr 1988
260.000 km
Schäden: Unterfahrschutz verloren, (in Folge davon) Ölwanne aufgerissen
erzielter Preis: 1.050 EUR (aha, wieder ein weißer 190er-Diesel)

Thomas und Guido

Thomas und Guido

Christiane und Oliver, “Team Köln”

Mercedes-Benz 124, 200 D
Baujahr 1988
300.000 km
Schäden: am Auto keine, aber Biervorräte durch Reibung der Dosen aneinander stark dezimiert
erzielter Preis: 800 EUR (eigentlich die Top-Konfiguration, aber trotzdem schlechter Preis!)

XXX

Christiane und Oliver

Britta und Harald, “Team Roadrunner”

Mercedes-Benz 124, 250 D
Baujahr 1991
455.000 km
Schäden: 1 Reifen, Loch im Auspuff
erzielter Preis: 775 EUR

XXX

Britta und Harald

Maresa und Tobias, “Team Schwarzer Tod” (wegen des Autos)

Mercedes-Benz 124, 200 D
Baujahr 1994
800.000 km (Tauschmotor mit 247.000 km)
Schäden: Radaufhängung hinten gerissen, Getriebe defekt (nur noch der 4. Gang übrig)
erzielter Preis: 850 EUR (die schlechteste Limousine mit dem besten Preis)

Maresa und Tobias

Maresa und Tobias

Domi und Marcus, “Team Nürnberg”

Mercedes-Benz 190, 2.0
Baujahr 1987
261.000 km
Schäden: 6 Reifen, verbogener Unterfahrschutz schleift an Riemenscheibe (in Folge dessen Keilriemen kaputt), Steinschlag Windschutzscheibe, Fussabdruck in der Tür (von Jürgen)
Preis: 450 EUR (Anschaffung 400 EUR – Glückwunsch!)

Dominik und Marcus

Dominik und Marcus

Stephan, Christian und Edi, “Team Würzburg”

Mercedes-Benz 124, 250 D
Baujahr 1993
423.000 km
Schäden: Tachowelle abgerissen
erzielter Preis: 750 EUR

XXX

Stefan, Christian und Edi

Olli und Silvio, “Team Lucky Seven”

Opel Omega A, 2.6i (der mit dem Tankwagen im Schlepptau ;-) )
Baujahr 1991
176.000 km
Schäden: Unterfahrschutz weggerissen, 1 Lüfter (von 2) defekt, Verkleidungen Seitenteile verloren
erzielter Preis: 350 EUR

Sylvio und Oliver

Silvio und Oliver

Anika und Welle

Mercedes-Benz 190, 2.0
Baujahr 1989
238.000 km
Schäden: 3 Reifen und eine zersplitterte Seitenscheibe (bevor es überhaupt richtig losging)
erzielter Preis: 500 EUR (Auto optisch “wie neu”, aber Benziner mit Automatik!)

Anika und Welle

Anika und Welle

Fabien und Frank

Mercedes-Benz 124, 250 D
Baujahr 1988
425.000 km
Schäden: keine
erzielter Preis: 775 EUR

Frank und Fabien

Frank und Fabien

Sabine und Jessica

Opel Vectra A, 1.6
Baujahr 1991
200.000 km
Schäden: Zylinderkopf undicht, Kühler undicht, Loch im Auspuff, Loch im Bodenblech Fahrerseite (nasse Füsse beim Durchfahren von Pfützen), 1 Reifen, Loch im linken Scheinwerferglas, Katalysator defekt
erzielter Preis: 350 EUR (Frauenbonus oder Mitleid?)

Sabine und Jessica

Sabine und Jessica

Jörg

Mercedes-Benz 124, 300 D
Baujahr 1986
556.000 km
Schäden: 2 Reifen, Stoßdämpfer-Domlager vorn und Auspuff undicht
erzielter Preis: 600 EUR (gleich 2 Zylinder zu viel…)

Jörg

Jörg

Didi und Steffen, “Team Babelfish”

Mercedes-Benz 124, 250 D
Baujahr 1987
450.000 km
Schäden: Auspuffschelle weggerissen
erzielter Preis: 775 EUR (ohne Worte… )

Didi und Steffen

Didi und Steffen

Wie wir lernen mussten, ist der Afrikaner nicht pauschal mit jedem Gebrauchtwagen zufrieden. Erstens muss es ein Mercedes sein. Soweit komme ich ja noch mit… Dann ist ein 190er aber besser als ein 124er. Warum? Nachdem in Afrika doch sowieso immer mindestens zu sechst gefahren wird, wäre ein bischen mehr Platz doch sinnvoller? Dann muß es ein Diesel sein. Ok, die Kraftstoffversorgung ist eben nicht so ausgefeilt wie bei uns und die (alten) Mercedes-Diesel sind einfach nicht kaputt zu kriegen. Der Diesel darf dann aber nur 4 Zylinder haben. Hä? Haben die mal unter die Haube geguckt? Beim 124er sind 4-, 5- und 6-Zylinder-Diesel absolut baugleich. Bloß eben jedesmal ein Zylinder mehr. Und am Verbrauch kann’s ja wohl auch kaum liegen. Und das Auto muß ein Schaltgetriebe haben, was wahrscheinlich an der Fehleranfälligkeit liegt. Ein Schaltgetriebe ist eben einfacher zu reparieren. Und der Knaller: Es muß eine Limousine sein! Mit einem Kombi können Afrikaner nichts anfangen. Wahrscheinlich haben sie eine Art Platzangst: Angst vor vor ZU VIEL Platz… Ach und dann wäre da noch die Farbe. Rot geht gar nicht, am liebsten haben sie schwarz – oder zur Not noch grün (wegen Islam …).

Wir lernen also: Ein roter 124er Kombi, mit Benzinmotor (oder 6-Zylinder-Diesel) und Automatik kann direkt in Deutschland bleiben, mit ihm wird man keinen guten Preis erzielen. Favorit für Afrika ist ein 190er-Diesel, mit Schaltgetriebe in weiß oder schwarz. Vergleicht mal die erzielten Preise… !

Steffen

Abschied (vom Auto)

Dienstag, 12. Januar 2010

In der “Auberge Sahara” in Nouakchott heißt es von den Autos Abschied nehmen. Ich muß schon sagen das mir unser Vehikel ganz schön ans Herz gewachsen ist… Nach einem viertel Jahr und einigen tausend Kilometern fällt es mir schwer, die Nummernschilder abzunehmen und den Schlüssel herzugeben. Einigen anderen Teams geht es auch so. Jörg meinte einmal, nach ein paar Wochen würden unsere Autos genauso heruntergekommen aussehen, wie die Wracks, die wir jeden Tag auf den Straßen sehen. Ich weiß aber, daß Landser I in gute Hände kommt… Ihm wird es gut gehen! Woher ich das weiß? Ich weiß es einfach… ! Schnief.

Im Hof der Auberge

Im Hof der Auberge

Kennzeichen und Typenschild ab

Kennzeichen und Typenschild ab

Gute Wünsche, die uns begleitet haben

Gute Wünsche, die uns begleitet haben

Steffen

Der Skandal von Dakhla

Samstag, 09. Januar 2010

Auf dem Campingplatz in Dakhla besucht uns der mauretanische Autohändler, genannt “Sultan”, der uns die Autos abkaufen will. Wilde Verhandlungen der einzelnen Teams beginnen. Team Lokari / ClimAir sind die ersten und erzielen einen akzeptablen Preis von 1.050 EUR für ihren Boliden.

Team Lokari preist die Vorzüge ihres Autos

Team Lokari preist die Vorzüge ihres Autos

Thomas beim Verhandeln

Thomas und Florian beim Verhandeln

Guido ist mit dem Erlös zufrieden

Guido ist mit dem Erlös zufrieden

Danach sinkt das Preisniveau schneller als wir gucken können. Top gepflegte deutsche Gebrauchtwagen werden zum Schleuderpreis verramscht. Unser Geschoss erzielt nach harten Diskussionen und unter Androhung, das Auto wieder mitzunehmen, schliesslich einen Spottpreis von 775 EUR. Nicht mal der Hinweis, der Käufer könne es schliesslich noch das ganze nächste Jahr in der Schweiz auf der Autobahn bewegen (Plakette für 2010 auf der Windschutzscheibe), erhöht den Preis. Auch nicht das Zeigen auf unsere Rallyestreifen: “La couleur d’ Islamique!” bewirkt irgendwas. Ein Skandal! Schliesslich ist der Wagen ein Vielfaches wert! Wie auch die anderen Teams haben wir in Anschaffungskosten, Ersatzteile und pimpen ja richtig Zeit und Geld investiert. Aber der Gebrauchtwagenmarkt scheint in Nordafrika auch nicht mehr das zu sein, was er mal war.

Team Nürnberg versucht seinen Benziner loszuwerden

Team Nürnberg versucht seinen Benziner loszuwerden

Zusatzlüfter, Rallyestreifen... Aber doch "nur" ein unbeliebter Fünfzylinder

Zusatzlüfter, Rallyestreifen... aber doch "nur" ein unbeliebter Fünfzylinder

Die ganze Gruppe diskutiert mit

Die ganze Gruppe diskutiert mit

Preisverhandlungen auf der Motorhaube

Preisverhandlungen auf der Motorhaube

So sind wir am Ende eigentlich alle doch recht enttäuscht. Man erklärt uns, das der Käufer in Mauretanien ca. 2.000 EUR pro Auto in Steuer, Zoll und Bestechungsgelder investieren muss, um die Autos im Land überhaupt verkaufen zu können. Insgesamt wurde aber ein Erlös von immerhin 12.850 EUR erzielt.

Steffen

Umbau fertig

Freitag, 25. Dezember 2009

Noch ein paar Impressionen des abmarschbereiten Wüstenautos.

Bei dieser Gelegenheit wird es Zeit, den offiziellen Namen unseres Gefährten bekannt zu geben. Wir haben ihn “LANDSER I” getauft. Ohne Tritt, Marsch!

Marsch I

Marsch I

Marsch II

Marsch II

Marsch III

Marsch III

Marsch IV

Marsch IV

Marsch V

Marsch V

Steffen

Rallye-Umbau

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Für alle, die sich ebenfalls für so ein Abenteuer interessieren, hier mal ein AUSZUG aus der ToDo-Liste, die sich allerdings nur um das Auto dreht (es gibt ja auch noch mehr zu bedenken):

Reparaturen / Instandsetzungen:

  • Innenraum gereinigt
  • Sitz-Schutzbezüge angebracht (Sitze sind versaut)
  • Außenreinigung
  • Lack poliert (als Vorbereitung für Beklebung)
  • Motorwäsche zur Lecksuche
  • Bremsbeläge vorn erneuert (bereits Untermaß)
  • Dieselleckleitungen erneuert
  • Fahrwerkslagerungen geprüft (zum Glück teilweise neu)
  • Einspritzpumpe abgedichtet (O-Ringe verschlissen)
  • Reduzierstück Luftfilter ausgebaut
  • Kraftstoffleitungen nachgezogen
  • Lampenausfallkontrolle leuchtet ständig: Fassung Standlicht lose, Kontakte Kennzeichenbeleuchtung vergammelt
  • Spurstangen total ausgeschlagen: erneuert
  • Spur eingestellt
  • Lenkrad schief: umgesetzt
  • Radlagerspiel vorn zu groß: eingestellt, neu gefettet
  • Auspuff auf Risse geprüft: Endschalldämpfer fast abgerissen, Rost entfernt, geschweißt
  • Feststellbremse nachgestellt

Wartungsdienst

  • Kühlerfrostschutz geprüft
  • Scheibenwaschwasser (mit Frostschutz) aufgefüllt
  • Motoröl gewechselt
  • Ölstand Getriebe geprüft
  • Ölstand Hintzerachse geprüft
  • Motorölfilter erneuert
  • Kraftstofffilter erneuert
  • Luftfilter erneuert
  • Wischerblatt erneuert
  • Glühkerzen auf Widerstand geprüft: 1 Glühkerze erneuert
  • Bremsschläuche vorn geprüft: Risse, Ersatzteile werden mitgenommen
  • Ölverlust vorn: Unterdruckpumpe undicht, Schrauben nachgezogen, Reparatur zu aufwendig

Modifikationen am Auto

  • Gepäckkorb an Dachgepäckgrundträger befestigt
  • Luftansaugung von der Front nach innen verlegt (saugt weniger Staub an)
  • Anhängerkupplung abgenommen (zu viel Gewicht!)
  • Zusatzfernscheinwerfer an Gepäckkorb befestigt (und an die Lichthupe gekoppelt!)
  • Zusatznebelscheinwerfer befestigt (mehr Licht auch bei Straßenfahrt)
  • Zusatzlüfter eingebaut (Zusatzkühlung bei Kolonnenfahrt und im Sand)
  • mp3-fähiges Radio eingebaut (oder Didi hätte singen müssen… )
  • massiver Vorderachsschutz bestehend aus mehrfach gelagerter Stahlkonsole und 6 mm – Aluminiumblech angebracht
  • Auspuff / Schalldämpfer mit Knotenblechen verstärkt
  • Höherlegung durch geeignete Federn und Federunterlagen (plus 5 cm Bodenfreiheit vorn und hinten)
  • 225er Reifen und Felgen mit geeigneter Einpresstiefe für die Hinterachse besorgt (nochmal plus 1 cm mehr Bodenfreiheit für die Hinterachse und größere Reifenaufstandsfläche)
  • Foto- und Videokonsole auf Armaturenbrett angebracht
Umbau I - Putzen

Umbau I - Putzen

Umbau II - Begutachtung auf Hebebühne

Umbau II - Begutachtung auf Hebebühne

Umbau III - Wechseln der Bremsbeläge

Umbau III - Wechseln der Bremsbeläge

Umbau IV - Konstruktion Vorderachsschutz

Umbau IV - Konstruktion Vorderachsschutz

Umbau V - Beklebung

Umbau V - Beklebung

Umbau VI - Konsole für Vorderachsschutz

Umbau VI - Konsole für Vorderachsschutz

Umbau VII - Verstärkung Auspuff

Umbau VII - Verstärkung Auspuff

Umbau VIII - Höherlegung

Umbau VIII - Höherlegung

Umbau IX - Zusatzlüfter

Umbau IX - Zusatzlüfter

Umbau X - Unterfahrschutz und Zusatznebelleuchten

Umbau X - Unterfahrschutz und Zusatznebelleuchten

Oh, das hat tatsächlich jemand bis zu Ende gelesen?! Also, was ich sagen will, die obige Liste ist nur ein kleiner Teil der Dinge, die bedacht, geprüft und repariert werden wollen. Wenn Ihr auch so eine Reise plant: Auf keinen Fall den Zeitaufwand für die Autovorbereitungen unterschätzen!!!

Steffen

Advent, Advent

Mittwoch, 23. Dezember 2009

… ein Lichtlein brennt!
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür!

Dann fünf, dann sechs, dann sieben, dann acht -
der Rallye-Umbau ist vollbracht!

Es werde Licht!

Es werde Licht!

Wenn Ihr diesen Anblick im Rückspiegel seht – macht besser Platz. Didi und Steffen auf dem Weg in den Urlaub sollte man lieber nicht aufhalten!

Steffen

Snowmobil

Montag, 21. Dezember 2009

Da baut man ein Wüstenauto auf und was passiert? Man muß es von zentimeterdickem Schnee befreien! Diesen schönen Widerspruch mußte ich einfach im Bild festhalten. Es wird wohl der letzte Schnee sein, den unser Auto abbekommen hat…

Winter wonderland…

Snowmobil I

Snowmobil I

Snowmobil II

Snowmobil II

Snowmobil III

Snowmobil III

Snowmobil IV

Snowmobil IV

Steffen

ADAC

Montag, 21. Dezember 2009

Nach einem zünftigen Weihnachtskonzert der TOTEN HOSEN in Düsseldorf habe ich das Wüsten- ähm Schneeschiff nachts in einer hessischen Kleinstadt bei heimeligen -19,8 °C parkiert, um am nächsten Tag festzustellen, daß Dieselkraftstoff tatsächlich einfrieren (Fachbegriff: “versulzen”) kann. Unterschiedlichste mehr oder weniger kreative Auftauversuche brachten keinen Erfolg, woraufhin die Lösung des Problems auf den nächsten Tag verschoben wurde. Leider taute Hessen über Nacht nicht im gewünschten Maße auf, sodaß schlußendlich doch der ADAC gerufen werden mußte. Dieser tauchte flugs in Form eines unglaublich netten Mannes auf, der mit Starkstromstarthilfekabeln, einem mächtigen Brenner und Startpilotspray bewaffnet das bibbernde Schneemobil auftaute. Zur Belohnung gab’s von uns ‘ne Apfeltasche und alle waren glücklich.

Gelber Engel für blauen Krieger

Gelber Engel für blauen Krieger

Steffen

Abholung Rallyebolide

Samstag, 10. Oktober 2009

Nach einiger ergebnisloser Internetrecherche und diversen erfolglosen Besuchen dubioser Autoverchecker stimmen wir unter dem Einfluss mittelmäßiger Torschlußpanik schlußendlich dem Angebot von Jörg (dem Veranstalter) zu, einen 250er Diesel, Baujahr 1987, ungesehen zu kaufen. Der Händler, ein münsterländer Grieche, hat schon desöfteren Autos für die Rallye “besorgt”. Ich mache mich mit Zugfahrkarte und Nummernschildern bewaffnet auf, das Gefährt in die Südstaaten zu holen.

Abholung Rallyebolide

Abholung Rallyebolide

Der erste Eindruck (der Technik) ist gar nicht so schlecht. Bei näherer Betrachtung ist das Auto total “versifft”. Aber er läuft…

King Deal?

King Deal?

Die amerikanische Fleischklopsbraterei in Rheine ist meine letzte Rettung im Bezug auf “Input” und “Output” – wenn man versteht, was ich meine… Ich hoffe, wir haben mit unserem Gefährt tatsächlich einen “King Deal” gemacht!

Steffen