Archiv für Dezember 2009

Guten Rutsch!

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Nach 10 Std. Dauervollgas sind wir aus Fes kommend in Marrakech angekommen. Natürlich nicht, ohne uns mehrfach zu verfahren. Aber widerum haben wir auf diese Weise viele interessante Eindrücke abseits der vorgegebenen Route sammeln können. Besonders begeistert war ich von den engen Serpentinen im Gebirge und der schmalen Nebenstrecke über Land. Mit einer gesunden Portion Optimismus und heftigem Einsatz der Hupe zaubere ich beim Überholen selbst auf afrikanische Gesichter noch Erstaunen. Landser I läuft wie das sprichwörtliche Uhrwerk. Ich bin erstaunt, wie ein 92 PS Diesel, vollgepackt bis übers (!) Dach und mit 195er Winterreifen fliegen kann…

Steffen

Um eventuellen Mutmaßungen zuvor zu kommen, als wir hier eintrafen und uns später mit den anderen unterhielten, stellte sich heraus, dass ca. 99,99% nicht auf dem direktem Wege hier her fanden! Aber wie Steffen schon sagte, verfahren gibt es hier nicht, egal wo man fährt – beeindruckend!

didi

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Überflutung nach heftigem Regen

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Anika und Welle in einer Welle hinter uns

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Team Lucky Seven, Guido und Thomas, Ati und Christian, schleichender Afrikaner

Aber nun zum Wichtigsten:

Wir wünschen allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!!! Bis 2010…

Didi und Steffen

Polizei

Donnerstag, 31. Dezember 2009

So, heute wars soweit: Nachdem wir bisher bei den immer häufiger werdenden Polizeisperren an Ortsein- und ausgängen freundlich durchgewunken wurden, wurden wir heute freundlich angehalten. Man liess mich aussteigen und die Fahrzeugpapiere mit zum Polizeiauto nehmen. Dort erklärte mir ein freundlicher Polizist (auf englisch! geht also doch…), ich sei innerorts zu schnell gefahren. 40 sind erlaubt. Das solle mich 400 Dirham (ca. 40 EUR) kosten. Ich frage, ob er auch Euro nimmt und gehe zurück zum Auto, Geld holen. Die 2 Zwanziger nimmt er mir aus der Hand. Ich entschuldige mich auf englisch für mein Vergehen. Daraufhin grinst er und gibt mir 20 zurück. Er ermahnt mich, besser aufzupassen und ich sehe zu, dass ich Land gewinne. Da es keinen Beleg oder ähnliches gibt, nehme ich an, er wird das Geld in die Ausbildung seiner sicher zahlreichen Kinder investieren. Das Geld ist also gut angelegt.

Steffen

Internet in Marokko – Die Praxis

Donnerstag, 31. Dezember 2009

nachdem ich gestern nun mit Hilfe von Händen und Füssen, den paar Brocken französisch die Steffen noch spricht, dem noch weniger englisch der Verkäuferin und einem Blatt Papier und Stift es schaffte der Service Angestellten eines größeren Einkaufsladens zu erklären, dass ich ein Modem für mobiles Internet für ein paar Tage möchte, konnte ich nun die Theorie in die Praxis umsetzen. Sind gerade auf der Landstrasse nach Marrakesch. Steffen fährt, die Verbindung funktioniert relativ gut und das Notebook läd am Zigarettenanzünder. Somit werden wir auch Einträge der letzten Tage nachreichen können. Schön verrückt wie das Internet die Welt klein macht. Auf irgendwelchen kleinen verschlammten Straßen durch das Atlasgebirge zu fahren und mal kurz zu gucken wie den das Wetter zu Hause ist…

Fes

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Fes ist neben Marrakech eine DER Handwerkerstädte in Marokko. Florian hat ein Stadtführung organisiert, die uns allen sehr gut gefallen hat. Die Altstadt besteht aus 1700 Gässchen, die verwinkelt und dunkel die skurillsten Geschäfte und Läden, Handwerker, Gauner und Spitzbuben beinhalten. Wir haben das Gerberviertel, den Königspalast, einen Teppichladen, eine Apotheke (”mit diese Pulver isse nixe schlafe, sondern tschicki-tschicki ganze Nacht”), Stoffe, Krimskrams und Menschen über Menschen gesehen. Anschliessend war eine grosse Gruppe zusammen typisch marokkanisch essen. Fleischspiesse, Couscous, Minztee, Lamm. Aaalleees gaaanz laaangsaaam zubereitet und serviert. Und es gab ein richtiges Klo!!! Nicht nur ein Sch…loch im Boden, wie auf dem Campingplatz. Wir waren alle begeistert und die Schüssel im Dauereinsatz.

Steffen

Am witzigsten fand ich noch den Führer in der Fliesen… – nennen wir es mal Manufaktur. Während er erklärte, dass die Öfen alle ausschließlich mit Holz und Olivenmaische befeuert werden, schob direkt neben ihm ein Arbeiter den gesammelten, ungetrennten Müll inklusive Styropor seelenruhig in die Ofenöffnung…

didi

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Altstadt von Fes

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Unser Stadtführer

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Maresa und Tobias

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Im marokkanischen Restaurant

Camping

Dienstag, 29. Dezember 2009

Hier zeigt sich nun, wozu der Christbaum an der Front unseres Gefährtes gut sein kann… Nicht nur zum dezenten Anzeigen eines bevorstehenden Überholvorganges, sondern auch um Didi zu zeigen, wo er in mühevoller Hämmerei die Häringe in den steinharten, bemosten Boden schlagen kann…

Zeltbau im Dunkeln

Zeltbau im Dunkeln

A propos “Camping”:

Ich wollte schon immer mal meinen Urlaub gehüllt in Thermo-Funktions-Unterwäsche, Socken, Fleece-Schlafsack, XXL-Komfort(?)-Schlafsack, Halstuch und Wollmütze verbringen. Besonders schön ist es auch, wenn man früh im Dunkeln das nasse Zelt zusammenbaut, um es dann abends im Dunkeln nass wieder aufzubauen…

Steffen

Hafen Tanger

Dienstag, 29. Dezember 2009

Heute ging es früh raus und Richtung Hafen auf die Fähre nach Tanger. Die Überfahrt fand mittels einer “Fast Ferry” statt. Das Ding brauchte nur 35 Minuten nach Tanger und schoß wirklich über die Wellenberge raus und sackte wieder ab. Einige verloren so etwas unfreiwillig ihr Frühstück. Einer schaffte es auch nicht rechtzeitig zur Örtlichkeit, was Jessicas Kleider etwas in Mitleidenschaft zog…

Im Hafen von Tanger mussten wir uns dann den Stempel für die Einreise besorgen. Keine Ahnung wie oft wir Fahrzeugpapiere und Ausweise vorzeigen mussten und irgendwelchen obskuren Helfern der Offiziellen Trinkgeld geben mussten…

didi

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Parkplatz im Hafen von Tanger

Anfahrt Tarifa

Montag, 28. Dezember 2009
Genfer See

Genfer See

Irgendwo in Südfrankreich

Irgendwo in Südfrankreich

Irgendein Rastplatz in Spanien

Irgendein Rastplatz bei Barcelona

Das Meer!

Das Meer!

Afrika am Horizont!

Afrika am Horizont!

Didi

Einen Tag spaeter, 1400 km weiter…

Montag, 28. Dezember 2009

… Alicante! Ankunft 0:30 Uhr. Schlafen fruehstuecken (bloede spanische Tastatur – kennt keine Umlaute…) und weiter gehts. Danke auch hier an das Hostal del Sal fuer die kostenfreie Unterkunft!

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Hostal del Sal und Landser I

Frühstück

Sonntag, 27. Dezember 2009

Während ich versuche, gemütlich zu frühstücken, foltert Didi meine Ohren mit dem Gejammer alter Männer und ihrer Gitarren und Mundharmonikas. Trotzdem besteht Ramonas Thermostasse ihre erste Bewährungsprobe. Der Weg nach Tarifa nimmt kein Ende. Noch mind. 8 Stunden Fahrt…

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Mahlzeit! Wer lenkt eigentlich?

Steffen

Foltern liegt im Auge des Betrachters! Und wer die Musik von Bob Dylan als Folter bezeichnet, über dessen Musikgeschmack werde ich noch nicht mal ein Wort verlieren…

didi

Abfahrt!

Samstag, 26. Dezember 2009

Nach den ersten Stunden auf der Autobahn hat sich der alte Daimler bisher bewährt. Sind im City Hostel Geneva angekommen. Danke nochmal an das Hostel Team für die kostenfreie Unterkunft für uns und den Daimler.

Hier noch ein Schnappschuß von den letzten Glückwünschen…

Letzte Glückwünsche

Letzte Glückwünsche

… und die eigens konstruierte Kameraablage:

Die Kameraablage

Die Kameraablage

Fazit: Funktioniert super!

Abfaaaaaaaaahrt!!!!!

Abfaaaaaaaaahrt!!!!!

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City Hostel Geneva und Landser I